Mercedes-Benz kappt den Ausblick für 2026. Der Autobauer rechnet mit höheren Kosten im Schlussquartal und einem zunehmend schwierigen Marktumfeld in China. Die Folge: Der Konzern senkt seine Jahresprognose deutlich. Für die Aktie geht es daher schlagartig abwärts.
Die Stuttgarter begründen die Prognosesenkung mit dem zunehmend herausfordernden Marktumfeld in China sowie höheren Kosten im vierten Quartal. Dazu zählen insbesondere steigende Materialkosten.
Für Mercedes-Benz Cars erwartet der Konzern 2026 nur noch eine bereinigte Umsatzrendite von zwei bis drei Prozent. Bislang hatte das Management drei bis fünf Prozent in Aussicht gestellt. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Mercedes-Benz Group dürfte schwächer ausfallen als geplant: Statt eines deutlichen Anstiegs rechnet der Konzern nun mit einem Wert auf Vorjahresniveau.
Besonders kritisch ist die Entwicklung beim freien Cashflow des Industriegeschäfts. Dieser soll die bisherige Prognosespanne, die bereits leicht unter dem Vorjahresniveau lag, knapp unterschreiten. Nun erwartet Mercedes-Benz einen Wert deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Quartalszahlen mit Licht und Schatten
Die vorläufigen, ungeprüften Zahlen für das dritte Quartal zeigen ein gemischtes Bild. Mercedes-Benz Cars erzielte eine bereinigte Umsatzrendite von 2,5 Prozent und übertraf damit den Analystenkonsens von 2,4 Prozent. Bei Mercedes-Benz Vans lag die Marge mit 9,4 Prozent ebenfalls über den Erwartungen von 9,1 Prozent.
Mercedes-Benz Financial Services erreichte eine bereinigte Eigenkapitalrendite von 13,8 Prozent. Analysten hatten 12,4 Prozent erwartet. Das Konzern-EBIT belief sich auf 1,77 Milliarden Euro und lag damit über dem Konsens von 1,6 Milliarden Euro.
Enttäuschend fiel dagegen der freie Cashflow des Industriegeschäfts aus. Mit 172 Millionen Euro blieb er deutlich hinter den erwarteten 422 Millionen Euro zurück.
Die Prognosen für Mercedes-Benz Vans mit einer bereinigten Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent und für Financial Services mit einer Eigenkapitalrendite von zwölf bis 14 Prozent bleiben unverändert.
Die Mercedes-Benz-Aktie reagiert nach der Prognosesenkung deutlich unter Druck. Die Krise ist noch nicht vorbei. Anleger meiden das Papier weiterhin.
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